Kraniche beobachten auf der Ostseeinsel Rügen und an der Müritz

Kraniche auf Ruegen

 

Jedes Jahr, im Frühjahr und Herbst, wenn das typische „Gruh, gruh – grüh, grüh" ertönt, stehen die Menschen fasziniert da, den Blick in den Himmel gerichtet. Sie können sich nicht sattsehen an den in keilförmigen Formationen am Himmel vorüberziehenden Vögeln.

Spätestens im September ist es wieder soweit, mehr als hunderttausend Kraniche aus Skandinavien und dem Baltikum nehmen Kurs auf Ihre Winterquartiere in Frankreich und Spanien. Die seit Generationen erprobte Route führt sie von der Ostseeküste über Brandenburg und Hessen nach Frankreich und Spanien. Seit einigen Jahren werden aber auch immer mehr Kraniche auf dem Weg von Ungarn, entlang der Alpen über Südbayern gesichtet. Dabei orientieren sie sich an Gebirgen und Flussläufen.

Die V- Formation wird von kräftigen, erfahrenen Tieren angeführt, ihnen folgen die Familien mit durchschnittlich zwei Jungtieren. Bei guten Flugbedingungen könnten die Tiere mit bis zu 80 Stundenkilometern ohne Halt bis nach Südeuropa fliegen. Allerdings legen sie oft eine Pause ein oder schlechtes Wetter hält sie tagelang von Weiterflug ab.

Dann sammeln sich die majestätischen Vögel zu tausenden auf abgeernteten Mais- und Getreidefeldern um sich vor ihrem Weiterflug nach Süden zu stärken. Der abendliche Flug der Kraniche von der Futtersuche zu den Schlafplätzen ist ein faszinierendes Naturschauspiel.

Gewässer mit Flachwasserbereichen werden von den scheuen Vögeln bevorzugt. Dort schlafen sie stehend und sind vor Füchsen, Wildschweinen und anderen Feinden sicher.
Besonders gut lassen sich die Tiere in den Boddengebieten zwischen der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst und Rügen, an der Müritz und im Havelland südlich von Berlin beobachten.

Bis zu 130 cm wird der Graukranich groß und damit deutlich größer als Weißstorch und Graureiher. Er ist der größte Vogel Deutschlands. Seine Flügelspanne (bis zu 220 cm) reicht dagegen nur fast an die des Seeadlers (bis zu 250 cm) heran.

Im April wird getanzt

 

Im Frühjahr dreht sich alles um die Paarung und obwohl Kranich-Paare sich in der Regel ein Leben lang treu bleiben, tanzen sie in jedem Frühjahr wieder - elegant, kraftvoll und graziös. Ganz früh am Morgen kann man dieses Schauspiel am besten beobachten.

„Die Vögel des Glücks“

Schon seit Jahrhunderten bewundern und verehrten die Menschen den Kranich als Frühlings- und Glücksboten, Göttervogel und Sinnbild für ein langes Leben und Treue. In Japan gibt es die Legende, die demjenigen, dem es gelingt, 1000 Kraniche zu falten, ein langes, glückliches Leben verspricht. In einer anderen Geschichte heißt es: Wenn ein kranker Mensch tausend Papierkraniche faltet, wird er wieder gesund.


GEW Ferien Tipp: Ein Besuch im „NABU-Kranichzentrum“ in Groß Mohrdorf bei Stralsund oder die „Tour zum abendlichen Kranicheinflug“ in Federow an der Müritz.
 
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