Eine Kreuzfahrt durch die Vorpommerische Boddenlandschaft

 

Im August hatte ich das Glück, mit dem Flussschiff MS Königstein, durch eine der schönsten Naturlandschaften Norddeutschlands die Ostseebodden zu reisen.  

Los geht es in Stralsund. An der Hafeninsel, direkt neben der „Gorch Fock“ dem alten Segelschulschiff, wartet mein schwimmendes Hotel auf mich. Mit nur 30 Kabinen ist das Schiff ganz nach meinem Geschmack.
Nachdem ich meine kleine aber gemütlich und komfortabel ausgestattete Kabine auf dem Haveldeck bezogen habe schlendere ich noch ein wenig durch die nahegelegenen Altstadtgassen der alten Hansestadt Stralsund.

Naturparadies Ostseebodden

Am nächsten Tag heißt es dann endlich „Leinen los“ und die MS Königstein gleitet gemächlich in den Strelasund um dann durch den Kubitzer Bodden in Richtung Barth zu fahren.

Da sich die Sonne zwischenzeitlich durch die Wolken gekämpft hat mache ich es mir mit Sonnenbrille, Sonnencreme und Urlaubskrimi ausgestattet auf dem Sonnendeck gemütlich. Allerdings habe ich nicht eine Zeile gelesen.
Schwäne, Kormorane, Seeschwalben, Möwen und dazwischen die vielen weißen und braunen Segel bieten ein phantastisches Schauspiel. Nur der Hauptdarsteller, der Seeadler, hat sich heute noch nicht blicken lassen – aber ich habe ja noch ein paar Tage.

Jetzt geht es erst einmal auf die Halbinsel Fischland-Darß-Zingst - eine wunderbare Landschaft aus Wald, Schilfgebieten und langen Sandstränden. In Wieck gefallen mir besonders gut die alten, reetgedeckten Kapitänshäuser mit den kunstvoll geschnitzten und bemalten Eingangstüren.

Von Hiddensee nach Rügen

Nach einem Stopp auf Hiddensee, den ich für einen Strandspaziergang mit Bad in der Ostsee nutze, macht sich die MS Königstein auf den Weg nach Rügen.   
Der Ausflug von Ralswiek in den Nationalpark Jasmund und zu den berühmten Kreidefelsen hat dann eine Überraschung für mich parat: Ausgedehnte Buchenwälder bedecken Teile der größten deutschen Insel, als Nordseeinsel-Fan habe ich das nicht erwartet. Ein weiteres Highlight des Ausflugs war das Nationalpark-Zentrum Königstuhl mitten im UNESCO-Welterbe.

Während das Schiff am nächsten Morgen langsam in Richtung Lauterbach tuckert, habe ich dann doch noch das Glück, den König der Boddenlandschaften – den Seeadler bei seiner Suche nach der nächsten Mahlzeit beobachten zu können.

Strandparadies Usedom

Auf dem Weg nach Usedom, durch den Greifswalder Bodden ist der Wind dann für eine kurze Zeit etwas frischer und die Wellen klatschen ab und zu an mein Kabinenfenster auf dem Haveldeck. Gut, dass ich es nicht öffnen kann. Und seekrank ist auch keiner geworden, alle Passagiere erscheinen pünktlich zum Mittagessen.  

Auf Usedom hat die Reederei für uns einen sehr schönen Ausflug zu den Kaiserbädern Bansin, Heringsdorf und Ahlbeck organisiert.  Die Insel hat mir gut gefallen, vor allem der fast 40 Kilometer lange Sandstrand ist für mich als passionierte Strandwanderin phantastisch. Mal sehen, vielleicht komme ich wieder mal nach Usedom.

Abschied

Wieck ist der Hafen der alten Hansestadt Greifswald und der letzte Anlaufpunkt meiner Reise mit MS Königstein. Ich mache einen Bummel durch die Altstadt mit ihren wunderschön renovierten, gotischen Backsteingiebelhäusern, genieße ein letztes Fischbrötchen und lasse mir auf dem Weg nach Stralsund noch einmal den Wind um die Nase wehen.

Wehmütig mache ich mich am nächsten Morgen auf den Weg zu Stralsunder Bahnhof.
Diese Reise durch eine der letzten naturbelassenen Landschaften hat mich sehr berührt. Ich werde noch lange an die braunen Segel der Zeesboote, die Schwäne und den Seeadler denken, die ruhigen Abende auf dem Sonnendeck der MS Königstein vermissen und vielleicht komme ich ja wieder.  

Brigitte Köhne El Lamy, GEW Ferien Team

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