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GEW / Soziales Engagement
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Eine Schule für Tanzania
Zur Schule zu gehen, ist für viele Kinder nicht möglich. Es fehlt an Geld, an Schulen, an Lehrern und Schulbüchern. Das gilt auch für Kinder in Tanzania. Wer aber nicht Lesen und Schreiben kann, hat auch nur wenige Chancen sein Leben selbst zu meistern. Dies wollen wir nicht hinnehmen! Das GEW unterstützt deshalb das Projekt "Eine Schule für Tanzania" mit 1 Euro pro Buchung. Wir würden uns freuen, wenn Sie als unser Gast ebenfalls das Projekt mit einem Euro unterstützen würden. Wir danken Ihnen herzlich für ihre Mithilfe
Jörg Herpich und Vincenzo Masi
Geschäftsführung GEW
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Asante sana – vielen Dank!
Bildung ist Zukunft – weltweit. Ein Grundsatz, den auch die IG BAU-Stiftung „Soziale Gesellschaft – Nachhaltige Entwicklung“ mit und in ihren Projekten vertritt. In Tanzania – genauer gesagt in den Usambara-Bergen im Nordosten des ostafrikanischen Landes – begann Ende November für knapp 60 Jungen und Mädchen ein neuer Lebensabschnitt. Sie besuchen ab sofort eine Schule, zu deren Errichtung eine Spende der Stiftung maßgeblich beigetragen hat.
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Lushoto – Usambara-Berge – Tanzania.
Für die kommende Woche ist dies mein Lebensmittelpunkt. Wer zu Hause stolz auf seine Usambara-Veilchen auf der Fensterbank ist, der sollte hier erst einmal die entsprechenden Bäume sehen. Unglaublich. Überhaupt: Die Vielfalt ist beeindruckend. Es heißt, über 2800 verschiedene Pflanzenarten sind in diesem Gebirge zu entdecken, ein Viertel davon ausschließlich hier. Auch wenn es sicherlich reizvollwäre, der heimischen Flora nachzuspüren, soll es doch für mich auf eine andere „Entdeckungsreise“ gehen. Die IG BAU-Stiftung „Soziale Gesellschaft – Nachhaltige Entwicklung“ hat mit einer Spende den Bau einer Schule in einem Dorf am Rande der Massaisteppe unterstützt. Nun sind die ersten beiden Klassenräume, ein Lehrer- sowie ein Toilettenhaus fertiggestellt, auch die Wasserversorgung ist gesichert. Der offiziellen Einweihung steht jetzt nichts mehr im Wege. In meiner Begleitung: Sabine Katzsche-Döring und Prof. Dr. Johannes Weinig. Beide sind IG BAU-Mitglieder, beide sind bereits seit vielen Jahren ehrenamtlich in und für Tanzania engagiert. Und beide garantieren dafür, dass die Spende sinnvoll eingesetzt wird. „Das können wir allerdings nicht alleine und schon gar nicht von Deutschland aus“, betont Sabine. Müssen sie auch gar nicht. Denn auch hier vor Ort gibt es Menschen, die sich engagieren. Da ist zum einen Abel Pallangyo, Bau-ingenieur und Mitarbeiter an der Universität Dar es Salaam, dem es ein Anliegen ist, die Infrastruktur in Tanzaniamit auszubauen. Er gehört ebenso zum Team wie Ahadiel Sekumbo, der die Projekte vor Ort koordiniert und maßgeblicher Ansprechpartner der Dorfbevölkerung ist. So auch in Mnazi, unserem eigentlichen Ziel.
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Herzliche Begrüßung
Geschafft, wir sind da. Die Einfahrt zum Schulgelände liegt vor uns. Unsere Gastgeber, allen voran „Bürgermeister“ Shau Mbaraka, erwarten uns schon. Bereits einige Male erreichten uns in den vergangenen Stunden Anrufe über Handy – in Tanzania ein unverzichtbares Utensil – mit der besorgten Frage nach unserem Wohlergehen und unserer ungefähren Ankunftszeit. Mit Gesang und Tanz der Massaifrauen werden wir begrüßt – und mit herzlichen Umarmungen. Besonders innig schließt die Dorfälteste Lydia Meey uns deutsche Besucher in die Arme. Sie war eine der Skeptikerinnen im Dorf. Zu oft schon kamen fremde Leute, zu oft machten sie Versprechungen. „Ich sage erst Danke, wenn die Schule steht“, kündigte sie an. Ihre innige Umarmung sagt mehr als tausend Worte. Rund hundert Kilometer Autofahrt liegen hinter uns. In Deutschland im Normalfall in einer guten Stunde zu bewältigen. Wir benötigen mehr als dreimal so lang. Nicht, weil unser Fahrer Mkuso ständig auf die Bremse tritt, sondern weil in diesem Teil der Erde der Begriff „Straße“ eine sehr eigene Definition in sich birgt. Teils blanker Stein, teils fest gefahrene Erde, Schlaglöcher, die ihrem Namen alle Ehre machen – Asphalt ist selten, nur auf den transnationalen Routen zu erfahren. Die Fahrt führt durch kleine Dörfer, geschäftige Marktflecken, abwechslungsreiche Landschaften – Tanzania ist grüner als in meiner Vorstellung, zumindest dieser Teil des Landes. Entlang der Strecke begegnen uns Frauen, die ihre Lasten auf dem Kopf tragen. Leichtfüßig streben sie ihrem Ziel entgegen. Kinder stehen in Grüppchen an der Straße, winken fröhlich und rufen „Mzungu“, was so viel bedeutet wie „weißer Mensch“. Ich hingegen bewundere die strahlend-weißen Hemden der Männer – wenn man bedenkt: keine Waschmaschine, kein Trockner ... Alles eine Frage der Technik?
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Lust statt Last
Die strahlenden Augen der Kinder lassen hingegen keine Fragen offen. Freudig lachend werden wir begrüßt. Umringt von einer fröhlichen Kinderschar bahnen wir uns unseren Weg. Es ist ihr großer Tag. Für die Jungen und Mädchen beginnt nun ein neuer Lebensabschnitt. Betrug der Fußweg zur nächsten Schule bislang an die neun Kilometer (eine Strecke), sind es ab sofort „nur“ noch drei. Für sie keine Last, sondern Lust. Selbst in ihrem Alter wissen sie schon, wie wichtig Bildung für ihr persönliches Weiterkommen ist. Fröhlich singend, bedanken sie sich bei ihren Schulpaten. Obwohl der Landessprache Kisuaheli nicht mächtig, verstehen wir doch die Botschaft: Freude, Dank und Vertrauen. Manchmal geht es einfach und schnell, Freunde zu finden. Das Fest ist ein wichtiges Ereignis in der Region. Nach und nach strömen immer mehr Menschen auf den kleinen, schattigen Platz vor dem Schulgebäude. Alt und Jung, Frauen und Männer. Während sie geduldig im Schutz des großen Baumes verweilen, bekommen wir aufgetischt: Fleisch, Tee, Kochbananen, Pfannkuchen – reichlich und lecker. Auch die zuständigen staatlichen Behörden haben ihre Vertreter geschickt. Ein Zeichen dafür, dass das Projekt wohlwollend eingeordnet und unterstützt wird. „Gerade die zuständige District Commissioner Sophia Mjema hat uns immer mit Rat und Tat zur Seite gestanden“, berichtet Sabine. „Ihr liegt besonders die Bildung der Mädchen am Herzen.“ Die Schule – sie trägt den Namen Langata ndoiye (Brücke für Mädchen) – ist zügig registriert worden. Auch stehen ausreichend Lehrer zur Verfügung. Die Behörden setzen deutliche Zeichen. Diese will auch weiterhin das Projekt-Team in den kommenden Jahren im Land hinterlassen. „Unser Ziel ist, dass die Schule später über sieben Klassenräume verfügt. Damit könnten die Kinder die Zeit der Schulpflicht hier vor Ort verbringen“, blickt Johannes in die Zukunft. Darüber hinaus wäre es schön, wenn es irgendwann einmal
Schlafräume für die Jungen und Mädchen gäbe, und selbstverständlich müssen dann auch weitere Lehrer untergebracht werden. Aber das ist zu diesem Zeitpunkt noch Zukunftsmusik – obwohl die Vorbereitungen für den nächsten Bauabschnitt bereits auf Hochtouren laufen und die Finanzierung schon detailliert ausgeklügelt wird. Doch gilt es für Sabine, Johannes und all ihre Helfer erst einmal innezuhalten, an die Anfänge zu denken und zu begreifen, dass es tatsächlich vollbracht ist: Die Schule steht, der Unterricht kann beginnen.
Asante sana – vielen Dank!
Den vollständigen Bericht können Sie im Download aufrufen.
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Kontakt- und Spendenmöglichkeit
Netzwerk für Education Ostwestfalen Lippe Tanga,
Tanzania (NEO Tanzania) e.V.
Sabine Katzsche-Döring (Vorsitzende),
Westerfeldweg 48, 32423 Minden
E-Mail: sabine@katzsche-doering.de
Sparkasse Minden-Lübbecke,
BLZ 490 501 01, Konto-Nr. 4011 60 63
Verwendungszweck: „Grundstein”
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